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Equity-Bridge-Rechner.

Übersetzen Sie Enterprise Value in Equity Value – mit Cash, Debt, Working Capital und Kaufpreisanpassungen.

Equity Bridge

Parameter eingeben

Detaillierte Felder ersetzen Sammelposten nur im jeweiligen Abschnitt. Die vertragliche Definition entscheidet, ob eine Position zu Cash, Debt oder Working Capital gehört.

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Standard-Bridge, vertiefte Verhandlungsversion oder schneller Plausibilitätscheck.

Basisfelder

Standard und Detailliert starten mit denselben Kernfeldern. Quick Check reduziert auf Enterprise Value und Net Debt.

Excess Cash

Bruttoliquidität abzüglich betriebsnotwendiger Mindestliquidität. Nur der Überschuss erhöht den Equity Value.

Cash-like Items

Nicht operative Assets und weitere werterhöhende Positionen.

Debt-like Items

Finanzierung, Rückstellungen, Sonderlasten und weitere wertmindernde Positionen. Nicht jede bilanzielle Verbindlichkeit ist automatisch debt-like.

Finanzverbindlichkeiten

Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Sonstige Debt-like Items

Working Capital

Referenz-NWC und Stichtags-NWC ersetzen die einfache Working-Capital-Anpassung. Der Referenzwert kann 12-Monatsdurchschnitt, saisonale Zielwerte, High-Growth-Treiber oder Carve-out-Pro-forma-Werte brauchen.

Locked Box

Optional: Locked Box aktivieren, um Leakage-Positionen und Zinslauf zu ergänzen.

Leakage-Posten

Jeder Leakage-Posten wird einzeln erfasst und zusammen vom Kaufpreis abgezogen.

Die Working-Capital-Anpassung oben bezieht sich bei Locked Box auf das Locked-Box-Datum. Zins oder Cash Ticker und Leakage kommen hinzu; Working-Capital-Bewegungen dürfen nicht doppelt gezählt werden.

Vereinfachtes Modell zur Orientierung. Keine Bewertungsberatung, keine Bilanzierungsberatung und keine Aussage dazu, ob Factoring, Kundenvorauszahlungen, Steuern, CapEx oder ähnliche Positionen im konkreten Deal als Debt, Cash oder Working Capital durchsetzbar sind.

Beim Teilen wird Ihr Rechnerstand verschlüsselt gespeichert. Jeder mit dem vollständigen Link kann ihn öffnen. Automatische Löschung nach 30 Tagen.

Wasserfall

Enterprise Value bis Equity Value, Position für Position

Leere Positionen werden automatisch ausgeblendet. Marineblau markiert den Startbalken, Korallrot den Equity Value; grüne Balken erhöhen und rote Balken mindern den Wert.

gafron.law
21,4 Mio. €15,6 Mio. €9,7 Mio. €3,9 Mio. €-1,9 Mio. €Wert18,0 Mio. · +100,0 %Enterprise Value+1.200.000 € · +6,7 %Excess Cash+250.000 € · +1,4 %Working-Capital-Überschuss−3.400.000 € · −18,9 %Finanzverbindlichkeiten16,1 Mio. · +89,2 %Equity Value

Enterprise Value 18.000.000 €. Werterhöhungen 1.450.000 €. Wertminderungen 3.400.000 €. Equity Value 16.050.000 €. Finaler Kaufpreis 16.683.205 €.

Zusammenfassung

Einordnung der Bridge

Größte Position, Cash, Finanzverbindlichkeiten, Working Capital und Locked-Box-Effekt auf einen Blick.

Netto-Anpassung

−1.950.000 €

Summe aller werterhöhenden und wertmindernden Positionen.

Working Capital

+250.000 €

Direkt als Sammelposten eingegeben.

Excess Cash vs. Minimum Cash

1.200.000 €

Direkt als Excess Cash erfasst.

Größte Position

Finanzverbindlichkeiten: −3.400.000 € (−18,9 % vom EV).

Locked Box

Locked Box aktiv

Status

Locked Box

Zinslauf

633.205 €

8,0 % über 180 Tage

Leakage gesamt

0 €

Ohne Locked-Box-Stichtag

Finaler Kaufpreis

16.683.205 €

Locked-Box-Stichtag: nicht gesetzt. Der Zinslauf wird auf den Equity Value gerechnet und erhöht den Kaufpreis bis zum Closing linear.

Locked-Box-Zins: 633.205 €. Leakage-Posten werden vom Kaufpreis abgezogen, weil sie Wertabflüsse nach dem Stichtag darstellen, die dem Verkäufer zuzurechnen sind.

Aktuell keine Leakage-Posten erfasst.

Detail-Tabelle

Alle Positionen im Überblick

Der Anteil jeder Position wird in Prozent des Enterprise Value gezeigt. Nullwerte bleiben ausgeblendet.

PositionBetrag% vom EVRichtung
Enterprise Value18.000.000 €+100,0 %Basis
Excess Cash+1.200.000 €+6,7 %
Working-Capital-Überschuss+250.000 €+1,4 %
Finanzverbindlichkeiten−3.400.000 €−18,9 %
Equity Value16.050.000 €+89,2 %Ergebnis

Detailwerte aus Working Capital, Cash Items und Debt Items greifen direkt in den Equity Value ein. Die Einordnung bleibt Verhandlungssache; derselbe wirtschaftliche Sachverhalt sollte nie zweimal auftauchen.

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Was ist eine Equity Bridge und warum ist sie wichtig

Die Equity Bridge übersetzt den Enterprise Value in den Betrag, der am Ende für die Gesellschafter übrig bleibt. In der wirtschaftlichen Verhandlung eines M&A-Deals sind die einzelnen Positionen der Bridge häufig stärker umstritten als der Enterprise Value selbst. Welche Positionen als Cash-like oder Debt-like eingeordnet werden, wie das Working Capital normalisiert wird und welche Kaufpreismechanik gilt, kann den tatsächlichen Kaufpreis oft um Millionenbeträge verschieben.

Die Bridge ist deshalb kein bloßer Rechenanhang, sondern Teil der Kaufpreislogik. Wer den operativen Unternehmenswert sauber herleiten will, sollte parallel den DCF-Rechner nutzen. Wer Kaufpreisrisiken in die Zeit nach Closing verlagern will, landet oft zusätzlich beim Earn-Out-Rechner. Wie sich Locked Box und Closing Accounts in diese Logik einfügen und warum Bilanzgarantien für Bilanzqualität und Kaufpreismechanik relevant sind, zeigen unsere vertiefenden Beiträge.

Enterprise Value vs. Equity Value, das Cash-free / Debt-free-Konzept

Der Enterprise Value misst den Wert des operativen Geschäfts für alle Kapitalgeber. Der Equity Value zeigt dagegen, was nach Berücksichtigung der relevanten Ansprüche und Vermögenswerte für die Eigenkapitalseite übrig bleibt. Deshalb ist „10 Mio. € Unternehmenswert“ ohne Präzisierung oft keine klare Aussage.

Cash-free / Debt-free heißt im Kern: Der Verkäufer soll den operativen Wert verkaufen, nicht zusätzlich frei verfügbare Liquidität mitgeben und auch keine nicht-operativen oder außergewöhnlichen Verbindlichkeiten im Unternehmen lassen. Die Equity Bridge macht diese Logik sichtbar, indem sie jede Position einzeln ausweist und zeigt, wie sie den Weg vom Enterprise Value zum Kaufpreis beeinflusst.

Typische Streitpunkte, was ist debt-like und was ist normales Working Capital

Streit entsteht oft nicht beim Enterprise Value selbst, sondern bei der Zuordnung einzelner Bilanzpositionen. Die zentrale Frage lautet: Gehört eine Position ins Working Capital (und beeinflusst den Kaufpreis nur über die NWC-Anpassung) oder ist sie ein eigenständiges Debt-like bzw. Cash-like Item (und wirkt sich direkt auf die Nettoverschuldung aus)?

Typische Debt-like Items: Bank- und Gesellschafterdarlehen, aufgelaufene Zinsen, Finanzierungs-Leasing-Verbindlichkeiten, ausstehende Dividenden, Ertragsteuerverbindlichkeiten, Pensionsdefizite, Restrukturierungsrückstellungen, Umwelt- und Rekultivierungsverbindlichkeiten, überfällige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Investitionen oder Akquisitionen und offene Tantiemen, VSOP-/Phantom-Share- oder Management-Boni, die wirtschaftlich der Verkäuferperiode zuzuordnen sind.

Typische Cash-like Items: Nicht betriebsnotwendige Vermögensgegenstände (z. B. vermietete Immobilien, die nicht dem operativen Betrieb dienen), Forderungen aus Versicherungsentschädigungen, Forderungen aus Anlagen- oder Unternehmensverkäufen, nicht konsolidierte Beteiligungen (zum Marktwert, nicht zum Buchwert), ausstehende Investitionszulagen und Finanzanlagen, die mit hoher Sicherheit in Liquidität umgewandelt werden können.

Die Abgrenzung ist nicht immer eindeutig. Sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Verbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen können je nach Sachverhalt dem Working Capital oder der Nettoverschuldung zuzuordnen sein. Erhaltene Anzahlungen, Umsatzsteuerverbindlichkeiten oder Gewährleistungsrückstellungen werden häufig als Working Capital behandelt, Ertragsteuerverbindlichkeiten dagegen eher als Debt-like Item, weil sie den historischen Gewinnen des Verkäufers zuzurechnen sind. Die Bridge zwingt dazu, jede dieser Positionen einzeln zu benennen, statt sie in pauschalen Formulierungen untergehen zu lassen.

Bilanzgewinn und Gewinnvorträge sind dabei keine eigene Bridge-Position. Frühere Gewinne stecken am Stichtag entweder in Cash, Working Capital, nicht operativen Assets oder investiertem Vermögen. Sollen sie noch an den Verkäufer fließen, muss das vor dem Stichtag passieren, als Permitted Leakage ausdrücklich erlaubt sein oder als bereits beschlossene, aber unbezahlte Ausschüttung debt-like abgebildet werden.

Besonders vorsichtig sollte man bei Factoring, Kundenvorauszahlungen, Steuern und CapEx sein. Echtes Factoring ist nicht automatisch Debt; entscheidend ist, ob der Forderungsverkauf dauerhaft Teil des Geschäftsmodells ist oder Cash und Working Capital rund um den Stichtag verzerrt. Praktisch kann es darauf ankommen, wie hoch der Forderungsbestand ohne Forderungsverkauf gewesen wäre und ob dieser Effekt bereits im Working Capital steckt. Kundenvorauszahlungen aus monatlich revolvierendem Massengeschäft können Working Capital sein, langfristige Projektanzahlungen mit Finanzierungscharakter dagegen debt-like. Auch Umsatzsteuer, Lohnsteuer und Sozialabgaben gehören nicht reflexhaft in Net Debt; alte oder außergewöhnliche Rückstände können aber eine andere Einordnung rechtfertigen.

Locked Box vs. Closing Accounts, Vor- und Nachteile

Locked Box arbeitet mit einem festen wirtschaftlichen Stichtag. Die Equity Bridge wird auf diesen Stichtag gezogen und der daraus abgeleitete Anteilskaufpreis anschließend als fixer Kaufpreis vereinbart. Nach dem Stichtag trägt grundsätzlich der Käufer die weitere Wertentwicklung; zum Schutz des Käufers werden Leakage-Verstöße (unzulässige Wertabflüsse an den Verkäufer zwischen Stichtag und Closing) und zum Ausgleich des Verkäufers häufig ein Zins- oder Cash-Ticker verhandelt. Das gibt Preis- und Vollzugssicherheit, verlangt aber ein sauberes Leakage-Regime und belastbare Zahlen zum Locked-Box-Datum.

Closing Accounts verschieben einen Teil der Kaufpreisbestimmung auf den Vollzug, also den Tag des Unternehmensübergangs. Typisch sind Anpassungen für Cash, Debt und Working Capital auf Basis eines Zwischenabschlusses zum Vollzugstag. Der Rechner kann diese Logik als Szenario abbilden, indem Cash-/Debt-Positionen sowie Referenz-NWC und Stichtags-NWC variiert werden; ein vollständiges Closing-Accounts-Verfahren mit Accounting Principles, Einwendungsfristen und Schiedsgutachtermechanik ersetzt er nicht. Closing Accounts können näher an der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage liegen, erfordern aber die Erstellung eines eigenen Abschlusses auf den Stichtag und produzieren häufiger spätere Rechen- und Auslegungsstreitigkeiten.

Bei einer echten Locked Box werden Cash, Debt und Working Capital grundsätzlich am Locked-Box-Stichtag fixiert; der Ticker betrifft nur die Zeit danach. Ein einfacher Zinsticker auf den aus der Bridge abgeleiteten Equity Value vor Ticker und Leakage ist deshalb meist leichter zu handhaben als ein Cash Ticker, bleibt aber eine Verhandlung über Zinssatz, Berechnungsbasis und Zeitraum. Anspruchsvoller wird es, wenn statt eines Zinssatzes ein Cash Ticker verhandelt wird, der freie Cash-Generierung zwischen Locked-Box-Stichtag und Closing abbilden soll. Dann muss klar sein, ob etwa Zahlungseingänge auf bereits am Stichtag bestehende Forderungen, Abbau von Vorräten, Begleichung alter Verbindlichkeiten, notwendige CapEx, Leasingzahlungen, Steuern und Zinsen in der Ticker-Basis berücksichtigt werden. Sonst kann der Ticker Wertbewegungen vergüten oder abziehen, die wirtschaftlich schon in der Locked-Box-Bilanz und der Equity Bridge zum Stichtag angelegt waren.

Warum die Equity Bridge vor dem SPA verhandelt werden sollte

Wer die Bridge erst spät diskutiert, verhandelt wirtschaftliche Kernfragen unter Zeitdruck im Definitionskatalog des SPA. Das macht die Dokumentation regelmäßig langsamer, teurer und konfliktanfälliger. Bei einer Locked Box ist diese Vorarbeit besonders wichtig, weil nach Signing gerade kein Closing-Accounts-Korrektiv mehr kommt. Viele spätere Auseinandersetzungen lassen sich vermeiden, wenn die Parteien früh (typischerweise im Zuge der Financial Due Diligence) eine Positionsliste und eine klare Abgrenzungslogik vereinbaren.

Gute Praxis ist deshalb, die Bridge schon vor der ersten SPA-Fassung in einer gemeinsamen Excel-Tabelle festzuhalten. Das ermöglicht es den Transaktionsanwälten, das wirtschaftlich Gewollte korrekt in die Vertragsdokumentation zu überführen.

Praxistipp, normalisiertes Working Capital früh definieren

Übliche Unternehmensbewertungen gehen von einem betriebsüblichen Stand an Working Capital aus. Bei Closing Accounts wird eine Abweichung zum Closing Date nach der vereinbarten Formel abgerechnet. Bei einer Locked Box muss dieselbe Frage vor Signing auf den Locked-Box-Stichtag beantwortet und im fixen Kaufpreis eingepreist werden. Das Referenz-NWC (Normalised Working Capital) legt fest, was als betriebsüblich gilt, und ist damit einer der wichtigsten Hebel im ganzen Mechanismus: Zu niedrig angesetzt, zahlt der Käufer faktisch doppelt. Zu hoch angesetzt, verschenkt der Verkäufer Kaufpreis.

In der Praxis wird das Referenz-NWC auf Basis einer historischen Analyse (typischerweise Durchschnittswerte der letzten 12 bis 24 Monate, bereinigt um Saisonmuster und Sondereffekte) ermittelt. Die Analyse liefert aber nur den Ausgangspunkt; das endgültige Referenz-NWC ist letztlich ein Verhandlungsergebnis. Bei saisonalen Unternehmen, Start-ups mit starkem Wachstum, Projektgeschäft oder Carve-outs kann ein schlichter Durchschnitt irreführend sein. Dann braucht es saisonale Zielwerte, ein treiberbasiertes Modell (z. B. über DSO, DPO und DIO) oder pro-forma hergeleitete Werte. Werden EBITDA, Free Cash Flow oder der Konsolidierungskreis für Bewertungszwecke normalisiert, müssen Working Capital und CapEx in derselben Logik mitnormalisiert werden. Die Grundmechanik bleibt einfach: Liegt das Stichtags-NWC über dem Referenzwert, erhöht sich der Equity Value; liegt es darunter, entsteht ein Defizit.

Dabei ist wichtig, dass Cash-free/Debt-free-Mechanik und Working-Capital-Logik als zusammenhängendes System funktionieren. In einer Cash-free/Debt-free-Struktur wird überschüssige Liquidität dem Verkäufer zugerechnet und erhöht den Kaufpreis. Ohne korrespondierenden Working-Capital-Check hätte der Verkäufer einen Anreiz, vor dem maßgeblichen Stichtag Barbestände zu erhöhen, indem er Lieferantenzahlungen hinauszögert oder Forderungseinzug beschleunigt, also das Non-Cash Working Capital zu seinen Gunsten manipuliert. Die Working-Capital-Logik korrigiert genau das: Sinkt das Working Capital unter den Referenzwert, mindert dies den Kaufpreis bzw. muss bei Locked Box bereits im fixen Preis berücksichtigt werden.

Excess Cash vs. Minimum Cash

Welche Barmittel als Cash-like Item den Equity Value erhöhen, hängt davon ab, wie die Parteien Excess Cash definieren. In angelsächsisch geprägten Deals wird oft nur Trapped Cash (z. B. gebundene Kautionen oder regulatorisch vorgehaltene Mittel) abgezogen; die Steuerung der betriebsnotwendigen Liquidität läuft dann eher über höhere NWC-Referenzwerte. Alles andere gilt als frei verfügbar und damit werterhöhend. In deutschen Deals argumentieren Käufer häufig mit einem Minimum Cash, das für den laufenden Betrieb im Unternehmen verbleiben muss.

Aus Verkäufersicht ist ein pauschaler Minimum-Cash-Abzug kritisch zu prüfen: Er reduziert den Kaufpreis, obwohl die vorhandene Liquidität dem Unternehmen ja nicht verloren geht. Die Verhandlung dreht sich deshalb darum, ob und in welcher Höhe ein solcher Abzug gerechtfertigt ist, und ob das Working Capital den Liquiditätsbedarf nicht bereits abbildet. Wer ein Minimum Cash durchsetzt, sollte im Gegenzug kein überhöhtes NWC-Target verlangen, weil beide Mechanismen denselben Liquiditätspuffer adressieren und sonst eine Doppelbelastung des Verkäufers entsteht.

Warum Instandhaltungsrückstau und aufgeschobene CapEx debt-like sein können

Ein klassischer Streitpunkt ist die Frage, ob unterlassene Instandhaltung nur ein operatives Thema ist oder eine wertmindernde Last. Wenn das Unternehmen Investitionen dauerhaft verschoben hat, die wirtschaftlich schon längst fällig waren, spricht viel dafür, diesen Rückstau wie ein debt-like Item zu behandeln.

Sonst wäre der Enterprise Value auf Basis scheinbar guter Cashflows oder Margen zu hoch, obwohl der Käufer unmittelbar nach Closing investieren muss, nur um den normalen Betriebszustand wiederherzustellen. Deshalb tauchen Maintenance Backlog und aufgeschobene CapEx in gut strukturierten Bridges als eigene Position auf.

Anders ist es bei reinen Erweiterungsinvestitionen: Sie sind nicht automatisch Debt, nur weil sie im Business Plan stehen. Wenn die Bewertung den künftigen Erfolg der Investition bereits unterstellt, muss entweder die Bewertung angepasst oder die Investition ausdrücklich in der Bridge berücksichtigt werden. Auch offene CapEx-Verbindlichkeiten sind gesondert zu prüfen, weil sie nicht ohne Weiteres ins normale Working Capital gehören.

Hier kommt es besonders auf Transaktionsanwälte an, die das Zusammenspiel zwischen wirtschaftlicher Verhandlung und Vertragsdokumentation verstehen: Wenn ein Sachverhalt bereits in der Bridge zu einem Kaufpreisabschlag geführt hat, darf derselbe Sachverhalt nicht zusätzlich über harte Garantien oder gar Freistellungspflichten im Kaufvertrag auf den Verkäufer abgewälzt werden. Sonst wird derselbe wirtschaftliche Nachteil doppelt berücksichtigt.

Hinweis

Die Ergebnisse helfen, die ökonomische Logik einer Equity Bridge schneller zu verstehen und strittige Positionen klarer zu benennen. Der Rechner ersetzt keine wirtschaftliche oder rechtliche Beratung im konkreten Einzelfall.

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Kaufpreismechanik sauber in den Vertrag überführen?

Wir sorgen dafür, dass Kaufpreismechanik, Definitionskatalog und SPA-Struktur zusammenpassen und die wirtschaftliche Einigung im Vertrag korrekt abgebildet wird.

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