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Tool

Liquidationspräferenz-Rechner.

Vergleichen Sie, wie Liquidationspräferenzen die Verteilung eines Exit-Erlöses zwischen Investoren und Gründern verändern.

Waterfall

Eingaben für die Exit-Verteilung

Der Rechner modelliert bis zu drei Tranchen mit individueller Seniorität sowie anrechenbare und nicht-anrechenbare Liquidationspräferenzen.

Tranchen

Drei Finanzierungsrunden, Gründer werden automatisch als Restquote berechnet.

Tranche 1
Tranche 2
Tranche 3

Gründer: 55,0 %

Implizit berechnet als 100 % minus Summe aller Investor-Quoten.

bis 50.000.000 €
5 Mio. €100 Mio. €

Beim Teilen wird Ihr Rechnerstand verschlüsselt gespeichert. Jeder mit dem vollständigen Link kann ihn öffnen. Automatische Löschung nach 30 Tagen.

Diagramm

Waterfall nach Exit-Szenarien

Das Diagramm zeigt die Erlösverteilung als gestapelte Fläche für alle Tranchen plus Gründer. Hover oder Touch zeigt die genauen Beträge entlang der Exit-Achse.

Alle Präferenzen sind ab ca. 7,5 Mio. € Exit vollständig bedient.

Ab ca. 25,0 Mio. € Exit (Break-Even) wirken sich die Präferenzen nicht mehr aus; danach wird rein nach Beteiligungsquote verteilt.

gafron.law
gafron.law/liquidationspraeferenz-rechner
50,0 Mio. €40,0 Mio. €30,0 Mio. €20,0 Mio. €10,0 Mio. €0,0 Mio. €Auszahlung0,0 Mio.10,0 Mio.20,0 Mio.30,0 Mio.40,0 Mio.50,0 Mio.Exit-WertPräf. Series APräf. SeedPräf. Pre-SeedBreak-Even

Das Diagramm kann mit Maus, Touch oder Pfeiltasten erkundet werden. Die Beträge stehen zusätzlich in der Ergebnisliste.

Pre-SeedSeedSeries AGründer (Common Shares)

Vereinfachtes Modell mit mehreren Tranchen, Seniorität, pari-passu-Rängen und Participating-Strukturen. Nicht abgebildet sind unter anderem: Participating Caps (Obergrenze für die Doppelbeteiligung), VSOP/ESOP (mit eigenem Rang im Waterfall), Founder Carve-Outs (vorab reservierter Anteil für Gründer) und Hurdle Shares (Beteiligung erst ab einem Mindestertrag).

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Was ist eine Liquidationspräferenz?

Eine Liquidationspräferenz legt fest, dass bestimmte Investoren bei einem Exit, Verkauf oder sonstigen Liquidationsereignis zuerst einen definierten Betrag erhalten, bevor der restliche Erlös nach Beteiligungsquoten verteilt wird. Typisch ist 1x des Investments, manchmal 1,5x oder 2x.

Warum gibt es Liquidationspräferenzen?

Startup-Bewertungen sind oft vergleichsweise hoch und fußen im Wesentlichen auf Zukunftserwartungen. Investoren stimmen diesen Bewertungen in der Regel nur zu, wenn sie durch eine Liquidationspräferenz abgesichert werden: Falls die erwartete Wertsteigerung ausbleibt, erhalten sie zumindest ihr Investment zurück (oder einen definierten Mindest-Return bei mehrfacher oder verzinster Präferenz), bevor der verbleibende Erlös verteilt wird.

Anrechenbar vs. nicht-anrechenbar (Non-Participating vs. Participating)

Im deutschen Sprachgebrauch ist von anrechenbarer und nicht-anrechenbarer Liquidationspräferenz die Rede, international von Non-Participating und Participating.

Bei einer anrechenbaren (Non-Participating) Präferenz erhält der Investor den jeweils höheren Betrag aus seiner Präferenz oder seiner anteiligen Beteiligung am Gesamterlös. Bei Eintritt der erwarteten Wertsteigerung steht der Investor damit nicht besser als ohne Präferenz. Es handelt sich also nicht um ein „Mehr“, sondern um eine reine Downside-Protection.

Bei einer nicht-anrechenbaren (Participating) Präferenz bekommt der Investor zuerst seine Präferenz und partizipiert anschließend zusätzlich am verbleibenden Erlös. Hier ist die Präferenz ein echtes „Mehr“: Der Investor greift doppelt zu, was regelmäßig deutlich investorenfreundlicher ist.

Mehrere Tranchen und Seniorität

Sobald mehr als eine Finanzierungsrunde stattgefunden hat, stellt sich die Frage der Rangfolge. Seniorität bestimmt, in welcher Reihenfolge die Präferenzen bedient werden, wenn der Exit-Erlös nicht für alle reicht. Rang 1 wird zuerst bedient. Tranchen mit gleichem Rang stehen pari passu und werden bei einem Shortfall pro rata unter sich aufgeteilt.

In der Praxis ist die häufigste Struktur LIFO (last in, first out): Die letzte Finanzierungsrunde hat die höchste Seniorität. Manche Verträge sehen stattdessen eine pari-passu-Struktur vor, bei der alle Investoren oder einzelne Investorengruppen gleichrangig bedient werden.

Warum ist die Berechnung komplex?

Bei einer einzelnen Non-Participating-Tranche ist die Berechnung noch überschaubar. Sobald mehrere Non-Participating-Investoren beteiligt sind, wird es komplexer: Jeder Investor erhält automatisch den jeweils höheren Betrag aus Präferenz und pro-rata-Beteiligung. Ob die Präferenz oder die Quote günstiger ist, hängt aber vom Exit-Erlös ab und davon, wie viel die anderen Tranchen beanspruchen. Diese gegenseitige Abhängigkeit macht die Berechnung deutlich komplexer, als die meisten Beteiligten erwarten.

Die Berechnung bildet diese Wechselwirkungen ab und zeigt, wie sich der Exit-Erlös auf die einzelnen Tranchen verteilt.

Warum ist das für Gründer wichtig?

Viele Gründer schauen in Verhandlungen zuerst auf die Bewertung. Für den tatsächlichen Exit-Erlös ist aber oft entscheidender, wie die Präferenzen und damit der Exit-Waterfall strukturiert werden. Liquidationspräferenzen können die Erlösverteilung erheblich verschieben, selbst wenn die Bewertung auf dem Papier attraktiv aussieht. Wer Down-Rounds und Verwässerungsschutz mitdenken will, kann ergänzend den Anti-Dilution-Rechner nutzen; die grundlegenden VC-Strukturmechaniken bei Wandeldarlehen erklären wir im verlinkten Beitrag.

Hinweis

Dies illustriert typische VC-Mechaniken. Es ersetzt weder die Auslegung eines konkreten Beteiligungsvertrags noch eine rechtliche Beratung.

Kontakt

Exit-Verteilung prüfen lassen?

Liquidationspräferenzen, Participating-Strukturen und Seniorität verschieben den Exit-Erlös oft stärker als die Bewertung. Wir prüfen die Mechanik im Beteiligungsvertrag.

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