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Liquidationspräferenz-Rechner.
Vergleichen Sie, wie Liquidationspräferenzen die Verteilung eines Exit-Erlöses zwischen Investoren und Gründern verändern.
Das Ergebnis können Sie sich als PDF-Report per E-Mail senden lassen.
Waterfall
Eingaben für die Exit-Verteilung
Der Rechner modelliert bis zu drei Tranchen mit individueller Seniorität sowie anrechenbare und nicht-anrechenbare Liquidationspräferenzen.
Diagramm
Waterfall nach Exit-Szenarien
Das Diagramm zeigt die Erlösverteilung als gestapelte Fläche für alle Tranchen plus Gründer. Hover oder Touch zeigt die genauen Beträge entlang der Exit-Achse.
Alle Präferenzen sind ab ca. 7,5 Mio. € Exit vollständig bedient.
Ab ca. 25,0 Mio. € Exit (Break-Even) wirken sich die Präferenzen nicht mehr aus; danach wird rein nach Beteiligungsquote verteilt.
Das Diagramm kann mit Maus, Touch oder Pfeiltasten erkundet werden. Die Beträge stehen zusätzlich in der Ergebnisliste.
Vereinfachtes Modell mit mehreren Tranchen, Seniorität, pari-passu-Rängen und Participating-Strukturen. Nicht abgebildet sind unter anderem: Participating Caps (Obergrenze für die Doppelbeteiligung), VSOP/ESOP (mit eigenem Rang im Waterfall), Founder Carve-Outs (vorab reservierter Anteil für Gründer) und Hurdle Shares (Beteiligung erst ab einem Mindestertrag).
Report per E-Mail
Ergebnis per E-Mail erhalten
Sie erhalten Ihre Eingaben und Ergebnisse als strukturierten PDF-Report – als Grundlage für Gespräche mit Mitgründern, Investoren oder Beratern. Die Marketing-Einwilligung ist optional und nicht für die Ergebnis-Mail erforderlich.
Was ist eine Liquidationspräferenz?
Eine Liquidationspräferenz legt fest, dass bestimmte Investoren bei einem Exit, Verkauf oder sonstigen Liquidationsereignis zuerst einen definierten Betrag erhalten, bevor der restliche Erlös nach Beteiligungsquoten verteilt wird. Typisch ist 1x des Investments, manchmal 1,5x oder 2x.
Warum gibt es Liquidationspräferenzen?
Startup-Bewertungen sind oft vergleichsweise hoch und fußen im Wesentlichen auf Zukunftserwartungen. Investoren stimmen diesen Bewertungen in der Regel nur zu, wenn sie durch eine Liquidationspräferenz abgesichert werden: Falls die erwartete Wertsteigerung ausbleibt, erhalten sie zumindest ihr Investment zurück (oder einen definierten Mindest-Return bei mehrfacher oder verzinster Präferenz), bevor der verbleibende Erlös verteilt wird.
Anrechenbar vs. nicht-anrechenbar (Non-Participating vs. Participating)
Im deutschen Sprachgebrauch ist von anrechenbarer und nicht-anrechenbarer Liquidationspräferenz die Rede, international von Non-Participating und Participating.
Bei einer anrechenbaren (Non-Participating) Präferenz erhält der Investor den höheren Betrag aus seiner Präferenz, soweit der Erlös nach vorrangigen Tranchen dafür reicht, und dem Betrag, der ihm bei Wandlung in seine anteilige Beteiligung zustünde. Bei Eintritt der erwarteten Wertsteigerung steht der Investor damit nicht besser als ohne Präferenz. Es handelt sich also nicht um ein „Mehr“, sondern um eine reine Downside-Protection.
Bei einer nicht-anrechenbaren (Participating) Präferenz bekommt der Investor zuerst seine Präferenz und partizipiert anschließend zusätzlich am verbleibenden Erlös. Hier ist die Präferenz ein echtes „Mehr“: Der Investor greift doppelt zu, was investorenfreundlicher ist.
Mehrere Tranchen und Seniorität
Sobald mehr als eine Finanzierungsrunde stattgefunden hat, stellt sich die Frage der Rangfolge. Seniorität bestimmt, in welcher Reihenfolge die Präferenzen bedient werden, wenn der Exit-Erlös nicht für alle reicht. Rang 1 wird zuerst bedient. Tranchen mit gleichem Rang stehen pari passu und werden bei einem Shortfall pro rata unter sich aufgeteilt.
Verbreitet ist die Struktur LIFO (last in, first out): Die letzte Finanzierungsrunde hat die höchste Seniorität. Manche Verträge sehen stattdessen eine pari-passu-Struktur vor, bei der alle Investoren oder einzelne Investorengruppen gleichrangig bedient werden.
Warum ist die Berechnung komplex?
Bei einer einzelnen Non-Participating-Tranche ist die Berechnung noch überschaubar. Sobald mehrere Non-Participating-Investoren beteiligt sind, wird es komplexer: Jeder Investor wählt zwischen seiner Präferenz und der Wandlung in seine Pro-rata-Beteiligung. Welche Variante günstiger ist, hängt vom Exit-Erlös ab und davon, wie viel die anderen Tranchen beanspruchen; deren Wahl hängt wiederum von seiner ab. Diese gegenseitige Abhängigkeit macht die Berechnung komplexer, als es die einzelne Klausel vermuten lässt.
Der Rechner trifft die Wahl für jede Tranche unter Berücksichtigung dieser Wechselwirkungen und zeigt, wie sich der Exit-Erlös auf die einzelnen Tranchen verteilt.
Warum ist das für Gründer wichtig?
Viele Gründer schauen in Verhandlungen zuerst auf die Bewertung. Für den tatsächlichen Exit-Erlös ist aber oft entscheidender, wie die Präferenzen und damit der Exit-Waterfall strukturiert werden. Liquidationspräferenzen können die Erlösverteilung erheblich verschieben, selbst wenn die Bewertung auf dem Papier attraktiv aussieht. Wer Down-Rounds und Verwässerungsschutz mitdenken will, kann ergänzend den Anti-Dilution-Rechner nutzen; die grundlegenden VC-Strukturmechaniken bei Wandeldarlehen erklären wir im verlinkten Beitrag.
Vereinfachte Darstellung typischer Liquidationspräferenz-Mechaniken. Maßgeblich sind Beteiligungsvertrag und Satzung; der Rechner ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.
Kontakt
Exit-Verteilung prüfen lassen?
Liquidationspräferenzen, Participating-Strukturen und Seniorität verschieben den Exit-Erlös oft stärker als die Bewertung. Wir prüfen die Mechanik im Beteiligungsvertrag.